Reise und Ankunft

Nach mehreren Wochen Vorbereitung mit Portugiesischunterricht ging es am Samstag, 25. Juni 2016 endlich los. Der Auslandeinsatz in Joinville (Santa Catarina) begann.

 

Andrin und ich trafen uns am Flughafen Zürich, ungefähr 2.5 Stunden vor Abflug am Check-In der Fluggesellschaft Swiss. Am Self-Check-In holten wir unsere Boardingkarten und die entsprechenden Gepäcksbeschriftungen mit den Barcodes ab. Um ein wenig mobiler zu sein, gaben wir die Koffer sofort ab.

Da es immer noch zwei Stunden bis zum Abflug dauerte, gingen wir mit unseren Eltern und den anderen Begleitpersonen etwas essen. Als der Flug immer näher kam, begaben wir uns alle bis zur Ticketkontrolle. Dies ist der letzte Punkt, welcher für jedermann zugänglich ist. Der Abschied fiel nicht allen gleich schwer, was verständlich ist. Als ich bereits fast vollständig die Sicherheitskontrolle hinter mich gebracht hatte, sah ich meine Eltern heftig winken. Ich bemerkte, dass ich meine Jacke bei Ihnen vergessen hatte und somit die Kontrolle somit nochmals verlassen musste. Nachdem dieses Kleidungsstück auch noch untersucht wurde, machten wir uns auf zu unserem Gate.

Das Flugzeug, welches uns sicher nach Sao Paolo brachte.
Das Flugzeug, welches uns sicher nach Sao Paolo brachte.

Beim Einstiegsort angekommen mussten wir einige Minuten in der Menschenansammlung warten, bis wir ins Flugzeug einsteigen konnten. Im Flugzeug befanden sich unsere Plätze in der Mitte einer vierer Reihe. Zu unserem Glück sassen nebenan relativ angenehme Nachbarn. Ohne Probleme konnte das Flugzeug starten und pendelte sich auf der normalen Flughöhe von ca. 11`000 Höhenmetern ein. Direkt danach servierte die Crew das Abendessen mit diversen Getränken.

Eigentlich wollte ich auf dem zwölf Stunden langen Flug nach Sao Paolo zuerst einen Film schauen, da man unmöglich die ganze Zeit schlafen kann. Jedoch fielen mir in den ersten Minuten immer die Augen zu. Andrin hatte einen etwas längeren Durchhaltewillen, legte sich aber nach einem Film auch schlafen.

Nach vielen, eher unerholsamen Stunden Schlaf gab es um 04:00 Uhr (Brasilianische Ortszeit) ein sehr reichhaltiges Frühstück. Von Käse über ein Gipfel bis zum Joghurt war alles dabei und sogar noch das meiste mit Schweizer Herkunft. Mit einer sanften Landung setzten wir in Sao Paolo um 06:00 Uhr planmässig auf. Wir beide berührten zum ersten Mal brasilianischen und sogar südamerikanischen Boden.

Foto im Flugzeug vor dem Abflug.
Foto im Flugzeug vor dem Abflug.

Die Zollkontrollen hinter uns, gingen wir zur Gepäckabgabe der brasilianischen Inlandfluggesellschaft LATAM, was auch ohne Probleme funktionierte. Auf dem Weg dorthin quatschte uns ein älterer Herr an, welcher zufälligerweise auch nach Curitiba reisen durfte und dies mit uns gemeinsam erledigte. Der zuvorkommende Mann war sehr offen und erzählte seine halbe Lebensgeschichte. Da sich seine Frau mit der Fliegerei sehr gut auskennt, mussten wir uns kein bisschen um den Weg zum Gate bemühen.

Der Flug nach Curitiba dauerte nur 45 Minuten und ging reibungslos von statten. Nach der Kofferfassung warteten bereits Nadine Isler und der Bühler-Chauffeur mit einem Schild des Firmenlogos und unseren Namen auf uns. Nadine arbeitet bereits seit acht Monaten in Joinville für Bühler in der HR-Abteilung (Human Ressources) und kommt auch aus der Schweiz.

Bevor wir in Joinville angekommen waren, warteten noch zwei Stunden Autofahrt auf uns. Mit unserem Fahrer natürlich nur 1,5 Stunden, wie er am Anfang gesagt hatte. Ich stellte mir die Fahrt auf der Strasse sehr schlimm vor, da alle nur schlechtes über diese Strasse gesagten hatten. Dies konnte ich jedoch gar nicht bestätigen. Wir konnten bereits sehr grosse Unterschiede an der Infrastruktur in Brasilien im Vergleich zur Schweiz erkennen. Zudem sieht man an jeder Ecke grosse Werbeplattformen, was man aus unserem Heimatland gar nicht kennt.

Sicher in Joinville angekommen, konnten wir uns in den Zimmern einleben und ein wenig zur Ruhe kommen. Danach machten wir uns mit Nadine auf, um in der Stadt einige Dinge zu erledigen. Als Erstes kaufte sich jeder ein 10-Fahrten-Abonnement für den Bus, da wir damit zur Arbeit fahren werden. Natürlich durfte auf unserer ersten Tour auch ein Besuch im grossen Einkaufszentrum für Lebensmittel, dem Angeloni, nicht fehlen. Dort kauften wir einige Flaschen Trinkwasser und etwas zu essen durfte auch nicht fehlen. Das Leitungswasser in Joinville ist trinkbar, hat jedoch einen Geschmack nach Chlor, was Andrin und ich nicht sehr mögen.

Das Zimmer von Andrin.
Das Zimmer von Andrin.

 

Für 10 Reais (umgerechnet ca. 3 Franken) kann man in Brasilien eine SIM-Karte kaufen. Dieses Angebot beanspruchten wir, um eine hohe Handyrechnung zu vermeiden.

Wieder in unserem Aparthotel Paradizzo angekommen, verweilten wir für einige Zeit und sahen uns das Achtelfinalspiel der EM in Frankreich zwischen Ungarn und Belgien an. Nach diesem attraktiven Spiel zog es uns nochmals zum Angeloni, dieses Mal alleine. Wir kauften einige Sachen zum Kochen und machten uns mit dem Supermarkt vertraut.

Am ersten Abend gingen wir gleich in ein mexikanisches Restaurant mit einigen Mitarbeitern und Freunden von Nadine essen. Uns beeindruckte das schön eingerichtete Gebäude mit der Live-Musik und auch das Essen schmeckte sehr gut. Plötzlich brachen wir alle sehr hektisch auf, damit wir ja nicht das Finalspiel der Copa America zwischen Argentinien und Chile verpassten. Dieses schauten wir zusammen mit noch mehr Angestellten von Bühler in einem Restaurant. Da das Spiel nach der regulären Spielzeit noch nicht entschieden war, gingen Andrin und ich mit Bewohnern vom Paradizzo nach Hause.

Nach der langen Reise von Europa nach Südamerika schlief ich völlig erschöpft in meinem Bett ein. Andrin und ich sind Nadine Isler für die Unterstützung am ersten Tag sehr dankbar.

Ein Kommentar

  1. Hallo Remo und Andrin
    Danke vielmals für den spannenden Bericht über eure Reise und eure Ankunft! Ich freue mich bereits jetzt auf die weiteren Einträge!
    Grüsse
    Birgit Näf

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